Anleitung 00: Mistral-Account anlegen und API-Key erhalten
Ziel: Einen Mistral-Account anlegen und einen API-Key erzeugen – die Grundlage für alle Setup-Anleitungen (01 Minimaler Testlauf - Mistral Vibe im Docker auf Windows, 02 OpenHands auf Windows - Setup und Konfiguration, 03 OpenHands auf Ubuntu 26.04 - Lokal am Laptop, 04 OpenHands auf Linux - Ubuntu 26.04 headless).
Schritt 1: Account anlegen
- Öffne console.mistral.ai im Browser.
- Klicke auf Sign up (bzw. Create account).
- Registrieren geht per E-Mail-Adresse oder bequem über einen bestehenden Google-, GitHub- oder Microsoft-Account (SSO).
- E-Mail-Verifizierung: Mistral schickt einen Bestätigungslink – anklicken und damit den Account aktivieren.
- Danach landest du in der Mistral Console (dem Verwaltungs-Dashboard).
Schritt 2: API-Key erzeugen
- In der Console links im Menü: API Keys (unter Platform → API Keys).
- Button Create new key klicken.
- Name vergeben, z.B.
ki-agent-lokal(wichtig, wenn du später mehrere Keys für verschiedene Zwecke verwalten willst). - Optional: Environment wählen – für den Einstieg default (Production) lassen.
- Der Key wird einmalig im Klartext angezeigt (Format: ein langer zufälliger String, beginnt typischerweise mit einem 32-Zeichen-Token).
Key sofort kopieren und sicher speichern
Nach dem Schließen des Dialogs kannst du den Key nie wieder einsehen – nur löschen oder rotieren. Kopiere ihn direkt in einen Passwort-Manager (Bitwarden, KeePass, 1Password o.ä.) oder dein Geheimnis-System.
Niemals den Key:
- in Dateien im geteilten Agent-Ordner (
~/agent) ablegen- in Git-Repositories committen (auch nicht in
.envohne.gitignore-Eintrag)- in Chats, Screenshots oder Dokumente kopieren
- als Klartext in Skripte schreiben, die du weitergibst
Schritt 3: Key sicher aufbewahren und bereitstellen
Der Key gehört auf den Host, nicht in den Agent-Containern (siehe Architektur in den Anleitungen 01–03). Für die lokale Shell:
Linux / WSL:
# In ~/.profile (nicht in Dateien unter ~/agent!)
echo 'export MISTRAL_API_KEY="dein-key"' >> ~/.profile
source ~/.profileWindows PowerShell (falls ein Tool direkt auf dem Host läuft):
# nur für die aktuelle Session
$env:MISTRAL_API_KEY = "dein-key"Alternativ: Manche Tools (z.B. das Vibe CLI selbst mit vibe --setup oder eine ~/.vibe/.env mit VIBE_HOME-Trennung) verwalten den Key selbst – die Container-Varianten in unseren Anleitungen nutzen aber bewusst die Env-Variable vom Host.
Schritt 4: Key testen
Schneller Funktionstest mit curl (von der Shell, in der die Variable gesetzt ist):
curl https://api.mistral.ai/v1/models \
-H "Authorization: Bearer $MISTRAL_API_KEY"Erwartung: eine JSON-Liste mit verfügbaren Modellen (Status 200). Kommt 401 Unauthorized, ist der Key falsch kopiert, abgelaufen oder rotiert worden.
Oder direkt mit dem Vibe CLI:
vibe # startet und fragt ggf. nach dem Key, wenn MISTRAL_API_KEY nicht gesetzt istSchritt 5: Kosten und Limits im Blick behalten
- Die Mistral Console zeigt unter Usage / Billing den Verbrauch pro Key und Zeitraum.
- Neues Konto: Achte auf das aktuelle Free-Tier-Modellangebot und Test-Credits in der Console (Änderungen vorbehalten – einfach dort nachlesen, was dein Plan hergibt).
- Empfehlung für Agenten-Experimente: Setze dir in der Console (falls verfügbar) ein Spending-Limit pro Key, bevor du autonome Agenten längere Zeit laufen lässt. Agenten-Sessions können je nach Task viele API-Calls verursachen.
- Key-Rotation: Verdächtigst du einen Leak (Key in einem Commit, Screenshot, Log), sofort in der Console löschen (
Delete) und einen neuen erzeugen – die betroffenen Konfigurationen dann überall aktualisieren.
Typische Fehler und Lösungen
| Problem | Ursache / Lösung |
|---|---|
401 Unauthorized beim API-Call | Key falsch kopiert (Leerzeichen/Zeilenbruch) oder gelöscht – neuen erzeugen |
| Key funktioniert lokal, aber nicht im Container | Env-Variable wurde beim docker run nicht übergeben (-e MISTRAL_API_KEY) |
vibe fragt trotzdem nach dem Key | Variable nicht exportiert oder falsche Shell-Konfiguration (~/.profile vs. Login-Shell) |
| Ungewohnt hoher Verbrauch | Usage-Seite in der Console prüfen, ggf. Key rotieren und Limits setzen |
Ausblick
Mit funktionierendem Key geht es weiter mit:
- 01 Minimaler Testlauf - Mistral Vibe im Docker auf Windows – der 30-Minuten-Test
- 02 OpenHands auf Windows - Setup und Konfiguration – Multi-Session mit Web-UI
- 03 OpenHands auf Ubuntu 26.04 - Lokal am Laptop – lokale Ubuntu-Variante
- 04 OpenHands auf Linux - Ubuntu 26.04 headless – Server-Variante